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Wir haben web-works.io für KI-Agenten steuerbar gemacht (nicht nur lesbar)

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Cover: Wir haben web-works.io für KI-Agenten steuerbar gemacht (nicht nur lesbar)
Wir haben den neuen WebMCP-Standard auf unserer Website integriert. Jetzt können KI-Agenten strukturierte Tools nutzen, um effizient mit unserer Seite zu interagieren.
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Wir haben auf unserer Website gerade etwas völlig Neues ausprobiert. Wenn du web-works.io mit einem KI-Agenten in Chrome 149 besuchst, kann dieser Agent unsere Seite jetzt richtig steuern. Er liest nicht einfach nur stumpf unsere Seiten aus (Scraping) oder rät, wo er hinklicken muss. Er nutzt saubere, strukturierte Tools, um Informationen zu finden und Formulare auszufüllen.

Das Ganze basiert auf WebMCP, einem neuen Protokoll von Google und Microsoft. Wir sind eine der ersten Webagenturen, die diese Technologie in der Praxis einsetzen. Warum wir das gemacht haben? Wir wollten beweisen, dass wir die Zukunft nicht nur beschreiben, sondern aktiv bauen können.

Was ist WebMCP und warum ist es so wichtig?

Die meisten KI-Agenten surfen im Web wie wir Menschen. Sie schauen sich Screenshots an, lesen den Text und versuchen, auf die richtigen Buttons zu klicken. Dieser Ansatz ist extrem langsam. Er scheitert oft, sobald sich das Design einer Seite ändert, und verbraucht Unmengen an Rechenleistung. Wenn du heute einen KI-Assistenten bittest, Schuhe auf einer Website zu kaufen, muss er sich den Bildschirm ansehen. Er macht einen Screenshot, analysiert die Pixel und rät, wo er hinklicken muss. Taucht ein Pop-up auf, ist die KI verwirrt. Ändert sich die Farbe eines Buttons, übersieht sie ihn vielleicht. Das ist nicht nur unglaublich langsam, sondern auch teuer, weil das Senden von Screenshots an KI-Modelle riesige Datenmengen verbraucht.

Das Web Model Context Protocol, kurz WebMCP, ändert das grundlegend. Es handelt sich um einen vorgeschlagenen, browsernativen Standard. Damit kann eine Website strukturiert Tools direkt für jeden KI-Agenten bereitstellen, der im Browser läuft. Die W3C Web Machine Learning Community Group betreut diese Spezifikation. Der Entwurf wurde am 10. Februar 2026 veröffentlicht. Zu den Co-Herausgebern gehören Brandon Walderman von Microsoft sowie Khushal Sagar und Dominic Farolino von Google.

Khushal Sagar, Staff Software Engineer für Chrome bei Google, beschrieb WebMCP treffend als:

„das USB-C für die Interaktion von KI-Agenten mit dem Web.“ [“the USB-C of AI agent interactions with the web.”]

Statt zu raten, erhält der Agent eine Liste mit exakten Funktionen, die er aufrufen kann. Das macht einen gewaltigen Unterschied bei der Performance. Erste Benchmarks zeigen, dass WebMCP eine Aufgabengenauigkeit von rund 98 % erreicht. Visuelles Browsen kommt dagegen nur auf etwa 45 %. Zudem senkt WebMCP den Token-Verbrauch um bis zu 89 % und reduziert den Rechenaufwand um 67 %. Es ist schneller, günstiger und weitaus zuverlässiger.

Wie wir WebMCP auf unserer Website eingerichtet haben

Wir wollten unseren Kunden zeigen, wie das in der Praxis funktioniert. Wir wollten nicht nur darüber schreiben, sondern es einfach bauen.

Unser Team hat den WebMCP-Support für unsere eigene Website in Chrome 149 implementiert. Das gesamte Setup hat gerade einmal rund 200 Zeilen Code gekostet. Für menschliche Besucher hat das absolut keine Auswirkungen. Wenn du ganz normal auf unserer Seite surfst, sieht alles aus wie immer und verhält sich auch so.

Wir haben das Protokoll genutzt, um KI-Agenten vier konkrete Tools zur Verfügung zu stellen:

  • Unsere Services auflisten: Der Agent kann unsere Kernangebote direkt abfragen.
  • Unseren Blog durchsuchen: Der Agent findet Artikel zu Webdesign, SEO oder Performance.
  • Das Kontaktformular ausfüllen: Der Agent kann unsere Kontaktfelder basierend auf deiner Anfrage vorausfüllen.
  • Die Website-Sprache wechseln: Der Agent kann die Sprache der Benutzeroberfläche für dich ändern.

Schauen wir uns an, wie Entwickler das Ganze konkret umsetzen. WebMCP bietet uns zwei Wege, um unsere Website mit einem Agenten zu verbinden. Der erste Weg ist die imperative API. Bei dieser Methode schreiben wir JavaScript-Funktionen für komplexe Aufgaben. Wir registrieren diese Funktionen über navigator.modelContext.registerTool(). Dabei definieren wir die genauen Parameter, die der Agent liefern muss, über ein JSON-Schema.

Der zweite Weg ist die deklarative API. Das ist sogar noch einfacher. Hier müssen wir kein komplexes JavaScript schreiben. Stattdessen können wir unsere ganz normalen HTML-Formulare nehmen und einfache Attribute hinzufügen. Wir nutzen Attribute wie toolname und tooldescription direkt in den Formularelementen. Der Browser liest diese Attribute aus und stellt sie dem Agenten automatisch als Tools bereit. Das bedeutet: Jedes einfache Formular wird in wenigen Minuten bereit für die KI. Mehr über diese Methoden erfährst du im Chrome for Developers Portal.

Die Kontrolle bleibt beim Menschen

Wir haben bei diesem Projekt eine ganz bewusste Design-Entscheidung getroffen: Ein KI-Agent darf unser Kontaktformular zwar ausfüllen, aber er darf es nicht absenden. Ein Mensch muss die Daten immer erst prüfen und selbst auf den Absenden-Button klicken.

Das ist keine technische Einschränkung, sondern Absicht. Gerade für unsere Kunden im deutschsprachigen Raum ist Datenschutz ein extrem wichtiges Thema. Durch diesen Zwischenschritt (Human-in-the-Loop) stellen wir sicher, dass wir die DSGVO-Vorgaben einhalten. Der Nutzer behält jederzeit die volle Kontrolle über seine eigenen Daten. KI soll dir die lästige Arbeit abnehmen, aber sie sollte nicht ohne deine ausdrückliche Zustimmung für dich sprechen.

Das Zeitalter der KI-Agenten im Web beginnt

Warum haben wir uns diese Arbeit gemacht? Das Web verändert sich rasant. Schon bald werden viele Nutzer Websites nicht mehr selbst durchsuchen. Sie werden KI-Agenten vorschicken, um Recherchen anzustellen, Produkte zu kaufen oder Dienstleistungen zu buchen.

Websites brauchen künftig mehr als nur hübsche Pixel für das menschliche Auge. Sie benötigen klare APIs für KI-Agenten. Agenturen, die nur für menschliche Bildschirme designen, werden ihre Kunden abhängen lassen.

Wir wollten beweisen, dass wir solche Systeme schon heute bauen können. Google hat in Chrome 149 einen offiziellen WebMCP Origin Trial gestartet. Wir sind sofort aufgesprungen. Wenn der Standard später für alle ausgerollt wird, haben wir bereits die nötige Erfahrung. Wir haben nicht auf die Zukunft gewartet – wir haben sie im Jahr 2026 einfach gebaut.

Wenn du deine Website fit für die nächste Generation von Web-Nutzern machen willst, helfen wir dir gerne. Lass uns wissen, was du vorhast. Wir sind bereit.

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